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06. APRIL 2026 · SCHLÜSSLBERG & WENG

E-Laden direkt beim Motel: Warum Ladeinfrastruktur zum Reisefaktor wird

Willi Sickinger
Willi SickingerGeschäftsleitung

Wer mit dem E-Auto reist, plant anders. Warum zuverlässige Ladeinfrastruktur zum echten Reisefaktor wird – und wie wir im Schlafraum darauf vorbereitet sind.

Ich erinnere mich noch gut, als wir das erste Mal ernsthaft über Ladeinfrastruktur nachgedacht haben. Damals war das für ein Motel am Land noch kein Standardthema. Heute ist es eines der wichtigsten überhaupt – und ich bin froh, dass wir frühzeitig investiert haben.

Das Reiseverhalten hat sich verändert

Wer heute mit dem E-Auto unterwegs ist, plant seine Reise anders als früher. Nicht mehr die Tankstelle steht im Mittelpunkt, sondern die Frage: Wo kann ich verlässlich laden? Ende 2025 waren über 21 Prozent der Neuzulassungen in Österreich bereits reine Elektroautos, insgesamt rollen bereits mehr als 257.000 Elektrofahrzeuge auf österreichischen Straßen. Bis 2030 könnten es laut Prognosen über 950.000 sein. Die Richtung ist eindeutig.

Was uns die nächsten Jahre noch erwartet

Die Entwicklung wird sich in den nächsten zwei Jahren nochmals deutlich beschleunigen. Weltweit stiegen die E-Auto-Verkäufe im ersten Quartal 2025 um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Reichweiten von 400 Kilometern und mehr sind in der Mittelklasse längst Standard, und die Anschaffungspreise sinken weiter. Das bedeutet: Immer mehr Menschen steigen um – und immer mehr davon sind unterwegs und brauchen Ladeinfrastruktur. Österreich hat das erkannt und investiert im Rahmen des Programms „eMove Austria“ allein 2025 und 2026 rund 480 Millionen Euro in den Ausbau. Ziel: Bis 2030 sollen 95 Prozent aller Österreicher:innen innerhalb von zehn Kilometern Zugang zu einem Schnelllader haben. Derzeit teilen sich durchschnittlich sieben E-Autos einen öffentlichen Ladepunkt – dieser Druck wird weiter steigen.

Was wir in Weng aufgebaut haben

In Weng im Innkreis haben wir 14 AC-Ladepunkte mit je 11 kW installiert – plus einen 150-kW-Schnelllader. Das bedeutet: Wer über Nacht bleibt, lädt entspannt durch. Wer nur kurz Pause macht und schnell weiter muss, nutzt den Schnelllader und ist in kürzester Zeit wieder startklar. Rund um die Uhr, öffentlich zugänglich, unkompliziert. Und wer während des Ladens nicht einfach nur auf dem Parkplatz sitzen möchte: Während der Frühstückszeiten kann man bei uns ganz entspannt frühstücken, während das Auto lädt. Oder ein Getränk und einen Snack am Automaten holen, einen Kaffee trinken – und dann ausgeruht weiterfahren.

Keine Strafgebühren an unseren AC-Ladestationen

Ein Punkt, der mir persönlich wichtig ist: Wir haben bei uns keine Strafgebühren an den AC-Ladepunkten eingestellt. Wer länger steht, weil er eben länger schläft oder arbeitet, soll dafür nicht bestraft werden. Was der persönliche Ladeanbieter des Gastes in seiner App einstellt oder verrechnet, liegt natürlich nicht in unserer Hand – aber was wir steuern können, stellen wir fair ein. Das gehört für mich zum Grundverständnis von Gastfreundschaft dazu.

Unser Partner: Monta

Für das Management unserer Ladeinfrastruktur arbeiten wir mit Monta zusammen – und ich bin froh, dass wir diesen Partner gefunden haben. Monta ist eine europäische Plattform, die alle Akteure rund ums Laden auf einem System vereint: Betreiber, Installateure, Flottenmanager und Endkunden. Für uns als Betreiber bedeutet das zuverlässiges Abrechnungsmanagement, intelligentes Lastmanagement und eine übersichtliche Steuerung aller Ladepunkte. Was uns besonders überzeugt hat: Das System läuft stabil, ist einfach zu bedienen und wächst mit unserem Bedarf mit. Gäste können unsere Ladepunkte bequem über die Monta-App nutzen und haben damit auch Zugang zu einem europaweiten Netzwerk von über 280.000 Ladepunkten. Ein Partner, auf den man sich verlassen kann – das ist in diesem Bereich nicht selbstverständlich.

Warum viele Hotels noch zögern – und warum ich das verstehe

Ich höre oft von Hotelkollegen: „Wir würden gerne, aber …“ Und ehrlich gesagt ist dieses „aber“ berechtigt. Besonders in städtischen Lagen ist die bestehende Strominfrastruktur schlicht nicht für den plötzlichen Mehrbedarf von zehn oder fünfzehn Ladepunkten ausgelegt. Netzverstärkungen sind teuer, langwierig und oft von der Genehmigungslage abhängig. Das ist eine reale Herausforderung für die Branche – und sie wird in den nächsten Jahren nicht kleiner werden, je mehr E-Autos auf den Straßen sind.

Warum wir gut aufgestellt sind

Genau hier liegt unser Vorteil. Sowohl in Weng als auch in Schlüsslberg haben wir die Infrastruktur von Anfang an mitgeplant – mit ausreichend Netzkapazität, großen Parkflächen und dem Platz, um weiter auszubauen. Wir stellen uns schon heute auf das vor, was in zwei, drei Jahren selbstverständlich sein wird. Das problemlose Laden wird uns alle noch vor Herausforderungen stellen – aber wer jetzt investiert und plant, hat dann die Nase vorn.

Du planst eine Reise durch Oberösterreich und brauchst eine zuverlässige Ladestation mit einer guten Übernachtungsmöglichkeit? Dann bist Du bei uns richtig – jetzt in Weng buchen oder Schlüsslberg entdecken.